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Hans-Jürgen
Mein erster Gästebucheintrag zum Gig in Bensheim fiel ganz bewusst relativ kurz und knapp aus. Ich wollte einfach mal sehen, ob ich damit vielleicht den Einen oder Anderen nicht mit einem längeren Eintrag abschrecke und somit motivieren kann, selbst ein paar Worte ins Gästebuch zu schreiben. Stefan und Donovan haben beim Konzert aufs Gästebuch hingewiesen, trotzdem sind die Einträge doch sehr überschaubar geblieben. Warum eigentlich? An der Performance im Rex kann's ja nicht gelegen haben und fünf Minuten Zeit für ein Sätzchen zu schreiben, kann wohl auch jeder entbehren. Schade! Dies vor allen Dingen im Hinblick darauf, dass die Band, neben dem Feedback direkt während des Konzerts, immer darauf bedacht ist, die Stimmen und Stimmungen der Fans aufzusaugen und sich mit Anregungen oder auch Kritik auseinander zu setzen. Ich persönlich fände es sehr schön, wenn sich diese wunderbare Atmosphäre des Live-Events auch in ein paar Kommentaren des Gästebuchs widerspiegeln würde ...

Ja, der traditionelle Beginn des Konzertjahrs im Bensheimer Rex legte den Grundstein für den Einstieg in die 20er Jahre. Ein neues Jahrzehnt ist angebrochen und die Jungs von Nursery Cryme sind nach wie vor sehr aktiv und beehren die Bühnen der Musikwelt und die wachsende Fan-Gemeinde mit ihren Auftritten. Mittlerweile ist Nursery Cryme sogar volljährig, wenn man bedenkt, dass der erste Auftritt vor unglaublichen 18 Jahren stattfand (August 2002). Damals hatte man erst wenige Monate zuvor die D-Mark abgeschafft und auf Euro umgestellt - so lange liegt dieses Ereignis schon zurück! Ungaublich!

Im Laufe der Jahre legte die Band eine erstaunliche Entwicklung zurück und hat es trotz der (teilweise dramatischen) Personalwechsel immer wieder geschafft, eine funktionierende Einheit zu werden, bei der die einzelnen Rädchen perfekt ineinander greifen. So auch in Bensheim, wo Sven am Bass als Ersatz für Jogi diese Lücke problemlos schließen konnte. Die Souveränität und das musikalische Können innerhalb der Band ergänzen sich zu einem perfekten Gesamtbild. Und wenn man hört und sieht, mit welcher Hingabe und Liebe diese spezielle Musik nicht gespielt sondern zelebriert wird, dann entstehen diese intensiven emotionalen Momente, die Band und Publikum glücklich vereinen. Man muss sich nur mal während eines Konzerts umsehen - einfach einmal in die Gesichter der anderen Fans sehen und die Emotionen erkennen, die Nursery Cryme hervorzaubern kann - wahre Magie! Diese überraschten Blicke bei "Ersttätern", die leuchtenden Augen der "üblichen Verdächtigen", das seelige Schwelgen in den Erinnerungen an die 70er, das stille Mitsingen der Klassiker von Genesis, das Versunkensein in der Musik - all dies erschaffen von fünf Jungs auf der Bühne, die die Welt für ein paar Stunden in einem ganz anderen Rhythmus drehen lassen. Man kann nur den Hut ziehen, großen Respekt dafür zollen und danke sagen!

Auch im Rex bestätigte die Band ihren mittlerweile weithin anerkannten Status als DIE absolute Institution in Sachen Genesis-Frühwerk. Da kann auch z.B. die perfekte Maschinerie von The Musical Box, die zwar mit einer großen aber emotionslosen Materialschlacht aufwartet, nichts dran ändern.

Im ersten Teil des Abends wurde ein Querschnitt aus sieben Songs aus den frühen 70er gespielt, einschließlich Firth Of Fifth, bei dem es in diesem Jahr aber im Gegensatz zu 2019 keine technischen Probleme gab. Nach der Pause folgten dann sechs Songperlen aus The Lamb Lies Down On Broadway. Natürlich kam danach noch die Königsdisziplin Supper's Ready [mit einem rekordverdächtigen "Jerusaleeeeeeeeeeeeeem"] und The Cinema Show als Abschluss. Eine sehr schöne Setlist, die eigentlich alle Facetten des Genesis-Werks abdeckte. Nach dem Zugabendoppelpack Dance On A Volcano und Los Endos mit Percussionduell, wurde der Abend (Uli hat's gefreut) mit The Knife spektakulär abgeschlossen. Das zahlreiche und kompetente Publikum dankte mit regelrechten Ovationen.

Nächster Termin für Nursery Cryme ist Samstag, der 21.03.20, mit dem Auftritt im Musikpark Homburg.

Hans-Jürgen
» 12.Januar 2020 um 19:06Uhr «
Stephan K.
Hallo in die Runde.
Wiedereinmal ein rundum gelungener Auftritt von absoluten Vollblutmusikern, dieses Mal endlich auch vor einer gewachsenen Fangemeinde. Es hat sich anscheinend herum gesprochen was Ihr regelmäßig auf die Bühne zaubert.....
Auch wenn ich der Meinung bin, das Donovan den Powerknopf erst nach der Pause richtig durchgedrückt hat und Ralf im ersten Teil etwas zu leise war, musikalisch tat das keinen Abbruch.
Hut ab und weiter so......
» 12.Januar 2020 um 18:22Uhr «
Norbjee
Das Konzert am 10.1.2020 im REX Bensheim hat großen Spaß gemacht. Motivierte Musiker und ein "reiferes", friedlich, gut gelauntes Puplikum trugen zu einem schönen Abend bei.
Ich habe die Band vor zwei Jahren schon gesehen und werde auf jeden Fall gerne wiederkommen.
Kleiner Kritikpunkt: Die Lautstärke war dann doch in der zweiten Hälfte etwas zu doll (Ohrenpfeifen noch Zuhause wie in den 80 zigern). Wir sind halt keine 20 mehr...................
Hier etwas weniger wäre meiner Meinung nach mehr.
Ansonsten danke und macht das bitte genau weiter so!
Gruß
» 11.Januar 2020 um 11:20Uhr «
Alex
Liebe Fans und Band,
war am 10.1.20 in Bensheim: Ganz große Klasse! warum nicht mehr und häufiger. Und ich weiß wovon ich spreche; Habe seit Seconds out - als die noch 5 waren - alles gesehen was auf deutsche Bühnen kam, einschließlich aller Solo-Konzerte.

Das war für mich die beste Cover-Band - außer Steve Hackett mit Revisited - was ich gesehen habe. Da kommen auch die Kanadier von Musical Box nicht ran.
Nochmals: Super!
Alex
» 11.Januar 2020 um 10:21Uhr «
Chris
Danke für den mega Abend im REX und die Zeitreise in meine Jugend!
» 11.Januar 2020 um 07:21Uhr «
Hans-Jürgen
Ein wie immer glorreicher Auftritt von Nursery Cryme zum Jahresbeginn im Rex. Danke für fast 3 Stunden Genesis-Klassiker mit Supper's Ready als absolutem Highlight.
» 11.Januar 2020 um 01:29Uhr «
Hans-Jürgen
Jahresabschluss 2019 beim 70's Art Rock Festival

Warum nicht auf ein bewährtes Konzept zurückgreifen? Als im Herbst 2017 das erste Art Rock Festival in der IGS Enkenbach-Alsenborn sehr erfolgreich über die Bühne ging, lag es also nahe, eine Neuauflage in Angriff zu nehmen.

Michael hat deshalb keine Kosten und Mühen gescheut und die beiden damaligen Bands wieder zu diesem kleinen, aber feinen Festival zusammengeführt. Dieses Mal allerdings in umgekehrter Reihenfolge: Zuerst Eklipse (Pink Floyd) und danach dann Nursery Cryme (Genesis). Und die Fans sind Michaels Aufruf gefolgt und sorgten trotz der schwierigen Anreise wegen der Baustellenumleitung für eine proppenvolle Aula in der Gesamtschule.

Eklipse (mit dem Organisator an den Tasteninstrumenten) bot ein breit gefächertes Werk dar, das die 60er bis 80er Jahre von Pink Floyd abdeckte und erfreulicherweise auch auf weniger bekannte Songs zurückgriff. Mir haben besonders Set The Controls For The Heart Of The Sun (mit Saxophon), Dogs, The Gunner's Dream und A Saucerful Of Secrets (bei dem leider nur der Endteil "Celestial Voices" gespielt wurde) gefallen. Nach den rund 105 Minuten muss man konstatieren: Auch ohne Laser-Show und spektakuläre Special Effects (die bei den Liveauftritten der Originalband ja bekanntwermaßen immer Standards gesetzt haben), waren Eklipse in der Lage, einen authentischen Sound zu kreieren und überzeugten mit Ihrer Darbietung in vollem Umfang.

Nach relativ kurzer Umbaupause erklomm Nursery Cryme die Bühne. Für ein 90-minütiges Set bietet sich eigentlich die Komplettaufführung der Seconds Out an. Da dies aber bereits 2017 bei der Erstauflage des Festivals gespielt wurde, gab es in diesem Jahr eine andere Setlist - und die war wirklich ungewöhnlich!

Um es gleich vorweg zu nehmen: Es gab kein Watcher Of The Skies und kein The Cinema Show! Ja, und was war dann das Konzert-Intro? Diese Aufgabe fiel jetzt Dancing With The Moonlit Knight & Aisle Of Plenty zu. Ein genialer und zugleich überraschender Einstieg! Perfekt um die Aufmerksamkeit der Zuhörerschaft direkt auf das Geschehen auf der Bühne und den charismatischen, schottenrockgewandeten Sänger zu lenken!

Danach dann gleich der nächste, anfänglich sehr ruhige Klassiker mit dem fulminanten Ende: The Musical Box! Gespielt in seiner Gesamtheit ist dies immer ein besonderer Moment, der regelmäßig zu den Höhepunkten eines Gigs zählt. Auch bei den nächsten beiden Songs (Can-Utility And The Coastliners und The Chamber Of 32 Doors) waren in erster Linie die verhaltenen und zerbrechlichen Parts im Vordergrund, die von der Band liebevoll zu einem sehr emotionalen Paket gebündelt wurden. Hier kamen die musikalischen Fähigkeiten aller Bandmitglieder zum Tragen und vereinten sich zu einem Gesamtsound, der wirklich alle Zuhörer in seinen Bann schlug.

Mit dem textlastigen The Battle Of Epping Forest ging es weiter auf die Reise durch das Genesis-Frühwerk, gefolgt von Firth Of Fifth, das naturgemäß von Donovans und Ralfs atemberaubenden Soli in den Prog-Himmel gehoben wird. Ein unglaublich intensives Werk, umrahmt von Donovans Keyboard-Intro und -Outro. Leider wurde der Song in der Mitte abrupt durch einen Stromausfall kurzzeitig unterbrochen.

Danach dann der (zusammen mit den beiden Songs der Zugabe) "neueste" Genesis-Song des Abends: Robbery, Assault & Battery! Immerhin auch schon lockere 43 Jahre alt, ist dieses Werk für mich persönlich noch nie so "nah" gewesen wie andere alte Songs, vielleicht mit Ausnahme des instrumentalen Mittelteils. Aber live kommt dieser Song immer recht knackig rüber und wird auch vom Publikum sehr gerne angenommen.

Ja, was nun kommt, ist klar: Supper's Ready! Was soll man dazu noch groß sagen? Der Song, das Werk, das Epos ist einfach nicht greifbar und in seiner Komplexität übermächtig und droht mit seiner unglaublichen Vielfalt jeden Rahmen zu sprengen. Ein Werk, das heute noch jede neue Generation von Musikern zu ähnlichen Taten anspornt und zugleich die Messlatte in fast unerreichbare Höhe geschraubt hat. Am Ende wird die Band und wir alle im Zuschauerraum erlöst von einem markdurchdringenden Jerusalem-Schrei von Stefan, der einen Schlusspunkt unter eine spektakuläre Setlist setzt. Insbesondere die instrumentale "Apocalypse" gegen Ende des Songs war für mich der emotionale Höhepunkt des Abends - einfach pure Gänsehaut!

Als Schmankerl für die vielen Genesis-Fans gab es als Zugabe noch den (ungeplanten) klassischen Live-Doppelpack Dance Of A Volcano und Los Endos, wie immer garniert mit dem Percussion-Duell von Hannes und Stefan. Well done! Ein sehr unterhaltsamer Konzertabend ging damit zu Ende und das Publikum feierte beide Bands mit lang anhaltenden Ovationen.

Nochmals danke an Michael für die Organisation des Events und an alle Beteiligten für den reibungslosen Ablauf!

Das Konzertjahr 2019 ist somit für Nursery Cryme abgeschlossen. Der nächste Auftritt findet am 10.01.2020 (Freitag!) im Musiktheater Rex in Bensheim statt.

Hans-Jürgen
» 09.November 2019 um 01:42Uhr «
Roland
Ihr wart gestern im M8 (Haus der Jugend) in Mainz supergut!

Wie immer!

Ich werde immer wieder zu Euch kommen, Dankeschön, dass Ihr diese Musik weiterleben lasst.

Gruß Roland
» 13.Oktober 2019 um 22:03Uhr «
Wolfgang
Grandioser Auftritt im M8 in Mainz am 12.10. !
Hier wurden musikalisch alle Register gezogen; Genesis der Gabriel-Ära vom Feinsten.
Auch nach fast 3 Stunden: ich hätte immer noch weiter zuhören können...
» 13.Oktober 2019 um 19:59Uhr «
Hans-Jürgen
Never change a winning setlist ...

... so könnte man in Abwandlung des bekanntes Spruchs die Setlist des Gigs im Mainzer M8 beschreiben. Nach dem denkwürdigen Auftritt im Pfälzer Wald vor ein paar Wochen, durfte nun also auch unsere Landeshauptstadt in den Genuss dieser ungewöhnlichen Setlist kommen.

Warum auch nicht?! Schließlich bietet sie doch alles, was das Phänomen Genesis ausmacht: Da gibt es zum Beispiel den klassischen Einstieg mit Watcher Of The Skies, der mir jedes Mal so vorkommt, als wäre er von Gabriel & Co. extra für den Zweck als Show-Opener konzipiert worden. Perfekt!

Danach dann ein breites Spektrum an unterschiedlichen Songs - mal hart, mal zart - mal laut, mal leise - mal powervoll und dann wieder fein und zerbrechlich. Aber immer mit Inbrunst vorgetragen, von einer Band, die diese Werke nicht einfach "nur" spielt (was in Anbetracht der Komplexität der Stücke schon schwer genug wäre), sondern sie regelrecht verinnerlicht hat und sie auf der Bühne zelebriert und mit neuem Leben erfüllt. Eine emotionale Reise, die nicht nur die Band selbst, sondern auch das Publikum mitreißt und so jeden Auftritt zu einem unvergesslichen Live-Erlebnis macht.

Nach einem erweiterten Set aus The Lamb Lies Down On Broadway wurde erneut Riding The Scree direkt mit dem Schlussteil von The Musical Box verbunden. Ein knackiger Schlussakkord für den ersten Teil des Abends!

Direkt nach der Pause folgte mein persönliches Highlight: Dancing With The Moonlit Knight! Endlich, muss man sagen, steht dieser Song wieder auf dem Programm der Band. Ein zeitloses Monument! Danach (natürlich) die epischen Meisterwerke Firth Of Fifth, Supper's Ready und The Cinema Show. Auch hier gilt: Nursery Cryme stellt schlicht und ergreifend die musikalische Speerspitze im Bereich der mittlerweile zahlreichen Genesis-Coverbands dar. Hier wird aber keine Kopie geliefert, sondern Nursery Cryme steht als eigenständige Band auf der Bühne, die trotz der Nähe zum Original ihre ganz persönliche Version dieser Musik mit den zahlreichen Fans teilt.

Nach einer furiosen Zugabe mit eingestreutem Percussion-Duell verabschiedeten sich die Jungs unter langen Standing Ovations vom restlos begeisterten Publikum. Ein Abend voller Emotionen, an den man sich noch lange erinnern wird. Well done! Besonders möchte ich heute aber Hannes erwähnen, der trotz seiner angeschlagenen Gesundheit wieder einen regelrechten Kraftakt am Schlagzeug gestemmt hat.

Auf der Agenda steht nunmehr das 70's Art-Rock Festival am 08.11.19 in Enkenbach-Alsenborn. Dort gibt es bei der Neuauflage des Festivals von 2017 ein Wiedersehen mit der Pink Floyd Coverband Eklipse. Pink Floyd & Genesis - das hat schon vor 2 Jahren gut harmoniert!

Hans-Jürgen
» 13.Oktober 2019 um 01:53Uhr «
Alex B.
Vielen Dank Dieter plus Team, für die, wiederholt, grossartige IG Rock Veranstaltung mit den Männern von NC im schönen Pfälzer Wald !

Grüsse
Alex
» 19.September 2019 um 21:47Uhr «
Hans-Jürgen
14-0-4

Als ich mich gegen Abend auf den Weg nach Wernersberg gemacht habe, war das schon ein seltsames Gefühl. Es ist gerade mal ein paar Monate her, dass unser lieber Freund Jürgen verstorben ist und eigentlich ist es für mich immer noch nicht fassbar und irgendwie irreal, obwohl ich die Bilder von seiner Beerdigung immer noch klar vor Augen habe. Man will einfach glauben, dass er bei der Hütte im Wald bei Wernersberg in gewohner Manier hinter seinem Mischpult steht ... aber das sind nur Phantasien, die Realität sieht leider anders aus!

Nach dem witterungsbedingten Ausfall des Gigs auf dem Lemberg im Juli, nun also der erste Auftritt von Nursery Cryme nach Jürgens Tod. Glücklicherweise stand für den Abend Wolfgang zur Verfügung, der Nursery Cryme und deren Musik bestens kennt und in der Vergangenheit am Mischpult schon ausgeholfen hatte. Insofern gab es die Hoffnung, diesen Neuanfang von Nursery Cryme sauber auf die Bühne bzw. PA zu bekommen (was bis auf ein paar kleinere technische Probleme ja auch richtig gut geklappt hat).

Das Wetter zeigte sich tagsüber von seiner allerbesten Seite mit sommerlichen Temperaturen, die dann im Laufe des Abends und der Nacht doch etwas frischer wurden. Aber hier konnte die Band mit ihrem engagierten Auftritt für wohlige innerliche Wärme sorgen und ließ beim Publikum definitiv die Herzen höher schlagen.

Lange hat es gedauert, sehr lange! Genau 14 Jahre und 4 Tage (womit meine kryptische Überschrift erklärt ist!). Am 10.09.2005 spielten Nursery Cryme im Marécage in Landstuhl zum letzten Mal Dancing With The Moonlit Knight! Unglaublich, wie lange das schon zurückliegt! Dieses Juwel von einem Song mit der legendären a cappella Einleitung, damals mit Donovan an den Vocals und Stefan an den Keyboards. Und an dem damaligen Abend saß Manni (der aus gesundheitlichen Gründen nicht Schlagzeug spielen konnte) neben mir im Publikum und konnte kaum ertragen, nicht mit auf der Bühne zu sein, bei seiner Band und seiner Musik! Wenige Wochen später war auch er nicht mehr unter uns ...

Von mir oft gewünscht und mehrfach angeregt, fand jetzt also (endlich) die "Wiedergeburt" dieses genialen Klassikers statt. Welch ein besonderer Tag für mich, auf den ich so lange gewartet hatte! Ganz interessant und gelungen war auch der Abschluss des Songs mit der Überleitung zu Aisle Of Plenty, das das musikalische Motiv von Dancing With The Moonlit Knight wieder aufnimmt. Dieser Song wurde bisher lediglich in der Unplugged-Version beim Tribute für Manni Stoltz im Dezember 2006 gespielt.

Jetzt besteht natürlich die Hoffnung, diese Kombination der beiden Songs auch zukünftig hin und wieder zu hören (aber dann vielleicht besser nicht als Einstieg in den zweiten Teil, damit das Publikum den leisen Beginn nicht wieder verpasst).

Ansonsten gab es selbstverständlich auch die anderen Klassiker aus der Frühphase von Genesis und einen größeren Block mit Songs vom Album The Lamb Lies Down On Broadway. Ein Highlight reihte sich an das andere. Es gab keinen Ausfall in der Setlist! Natürlich stachen traditionell Firth Of Fifth und Supper's Ready hervor, aber auch das fragile The Chamber Of 32 Doors und das verspielte The Lamia sorgten für breite Anerkennung im Publikum, das mehrfach mit Standing Ovations die Leistung der Band gebührend und berechtigt feierte.

Es gab an diesem Abend aber auch eine richtige Premiere: Die "closing section" von The Musical Box, die live eigentlich nur in der Seconds Out-Version in Kombination mit dem Song The Lamb Lies Down On Broadway gespielt wird, wurde erstmals als Abschluss des Lamb-Sets mit direkter Überleitung aus Riding The Scree gespielt. Klingt ungewöhnlich, funktioniert aber überraschend gut!

Zusammenfassend muss man sagen, dass es wieder eine besondere Freude war, die Jungs bei der "Arbeit" zu beobachten und wir hatten insgesamt einen schönen und sehr unterhaltsamen Abend. Dank an alle Beteiligten! Ein besonderer Dank gilt Sven, der in Vertretung von Jogi mit seinem 6-saitigen Bass einen fetten Sound geliefert hat und natürlich Wolfgang, der seine Sache am Mischpult wirklich gut gemacht hat ... ich aber unabhängig hiervon mehrfach während es Konzerts zum Mischpult gesehen habe, ob nicht vielleicht doch ...

Looking back at days of four instead of two
Years seem so few
Heads bent in prayer
For friends not there
[For Absent Friends, 1971]

Nun steht am 12.10.19 im Haus der Jugend [M8] in Mainz der nächste offizielle Termin an. Man sieht sich!

Hans-Jürgen
» 15.September 2019 um 02:02Uhr «
Didi+Biggi Bauer
Hi Ihr Lieben,

wir, die wir seit Anbeginn „Eurer Lemberg – Zeiten“ den 7 Eichen Gigs beiwohnen (auch dem längst vergangenen, legendären Regen-Gig…, sind natürlich (wie Ihr selbst vermutlich auch… einigermaßen enttäuscht, dass der geplante Auftritt gestern dem Wettergott zum Opfer fiel, aber die Entscheidung zur Absage war angesichts des Gefährdungspotentials unvermeidlich. Wir haben stündlich die Homepage und diverse Wetterberichte beobachtet, um dann schließlich die Stornierung zu erfahren.
Anyway, nun hoffen wir halt, dass es vielleicht noch einen Ersatztermin gibt. Wir haben schwere Entzugserscheinungen, der jährliche, geniale Genesis - Kult fehlt einfach.

Ihr seid einfach spitze und mit Euren Darbietungen dermaßen begnadete Freudenbereiter…!

Liebe Grüßle von Herzen und alles Gute für Euch, wir freuen uns auf ein Wiedersehen, wann auch immer!

Didi und Biggi Bauer aus Stuttgart-Bad Cannstatt
» 28.Juli 2019 um 15:48Uhr «
Hans-Jürgen
Mich hat heute die unfassbar traurige Nachricht erreicht, dass unser lieber Freund Jürgen verstorben ist. Sein langer Kampf gegen die Krankheit war leider nicht erfolgreich.

Jürgen hat das Leben und seine Genesis-Musik geliebt. Für ihn war die "Arbeit" am Mischpult immer eine Freude und zugleich eine Herausforderung, auch bei schwierigen Verhältnissen einen möglichst optimalen Sound zu basteln. Mit seinem Enthusiasmus und dem Wissen über die Genesis-Frühphase, sowie seinen technischen Fähigkeiten und Kenntnissen ist ihm das auch immer gelungen!

Während seiner Krankheit hat er versucht, möglichst viele Gigs von Nursery Cryme zu mischen "weil das ein Schritt zur Genesung sein sollte", wie er sich ausdrückte. Man hat ihm angesehen, dass ein solcher Abend seiner seelischen Verfassung sichtlich gutgetan hat und seine Augen wieder gestrahlt haben.

Ich bin froh, dass wir so viele unvergessliche Stunden gemeinsam mit Nursery Cryme und bei anderen Gelegenheiten verbringen konnten. Jürgen war stets gut gelaunt und ein im wahrsten Sinne liebevoller und sehr angenehmer Zeitgenosse. Die Zeit mit ihm hatte immer eine positive Stimmung. Ich hatte so sehr gehofft, dass er wieder gesund werden würde. Leider ging dieser Wunsch nicht in Erfüllung. Ich hoffe, dass seine Familie die Kraft findet, über den Verlust und den Schmerz hinwegzukommen.

Lieber Jürgen, danke für deine Zeit mit uns! Du wirst unvergessen bleiben, das kann ich dir versprechen. Neben meiner Fassungslosigkeit und Trauer bleibt nur der kleine tröstliche Gedanke, dass dein Leiden nun ein Ende gefunden hat. Ruhe in Frieden!

Hans-Jürgen
» 28.April 2019 um 22:00Uhr «
Dieter
@Alex: Richtig !! Ich stimme täglich mit 3 Browsern und 3x Leitungstrennung (neue IP) ab !!!
» 05.April 2019 um 16:58Uhr «
Alex B.
...wieder eine grandiose, Hohe Nacht in Monnem!!! Eine stete, wiederkehrende Freude, Euch 4-6 mal pro Jahr erleben zu dürfen um Genesis zu zelebrieren.... Dieter hat es trefflich formuliert: Ein fantastischer Auftritt !!!
!Setlist Chapeau, zum Weinen schön gewählt und von Stefan feinstens geführt und moderiert.
...ja die Bayern waren nervig, dennoch hat sich Hennes 2mal für seine Truppe entschuldigt und dafür zolle ich ihm Respekt! "Keno rockt" von "Rockland Radio" wartet noch auf Multiplikatoren von Kontakten aus Bayern! ...wenns für das Finale reichen soll müssen wir jetzt alle täglich Gas geben und brauchen jede Stimme !

Herzliche Grüsse von Diana+Alex
» 05.April 2019 um 00:32Uhr «
Hans-Jürgen
@Hennes: Danke für die ergänzenden Infos!

Ich denke, ein grundsätzlicher Respekt vor den Künstlern auf der Bühne und dem Publikum, das ungestört die Darbietung genießen will, sollte jeder Besucher aufbringen können. Schön, dass du das offensichtlich genauso siehst.

Hans-Jürgen
» 01.April 2019 um 19:50Uhr «
Hennes
@Hans-Jürgen...hier meine (hoffentlich für Dich nachvollziehbare) Antwort: ein Teil von uns war scheiße....der Großteil erwachsene, musikinteressierte Musikfans....manchmal ist es eben so...nochmal sorry!

p.s. lieb gemeinte Grüße zurück
» 01.April 2019 um 18:50Uhr «
Hans-Jürgen
@Hennes: Interessanter Eintrag hier im Gästebuch!

Wenn ich das also richtig verstanden habe, dann seid ihr extra von München mit einem Bus nach Mannheim gefahren (immerhin insgesamt mal locker über 700 km), habt entsprechend Geld und Zeit investiert und noch Tickets für den NC-Gig gekauft. Ja und warum habt ihr euch das Konzert dann nicht angehört und angesehen? Und von was wart ihr eigentlich begeistert? Vom Konzert kann's ja nicht gewesen sein, davon habt ihr ja nichts mitbekommen, oder?! Gibt es auf diese Fragen eine nachvollziehbare und verständliche Antwort? Würde mich jetzt wirklich interessieren ...

Liebe Grüße in den Freistaat!

Hans-Jürgen
» 01.April 2019 um 18:14Uhr «
Dieter
Ja, leider wurde der fantastische Auftritt der Jungs immer wieder durch Besucher gestört, die auf einer solchen Veranstaltung überhaupt nichts verloren haben. Ich hätte mir da ein schnelleres Eingreifen des Veranstalters gewünscht.
Nicht desto trotz muss ich den Akteuren von NC grösstes Lob zollen für dieses grandiose Konzert !! DANKE an
-Stefan Gabriel Möhnen
-Donovan Banks Aston
-Ralf Hackett Zangerle
-Michael Rutherford Jurkat
-Johannes Collins Kröher

Dieter
» 01.April 2019 um 18:10Uhr «
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